Die Auswirkungen von Cola und Co. auf deine Zähne

Und wie du deinen Zahnschmelz schützen kannst

Die Auswirkungen von Cola und Co. auf deine Zähne
Die Auswirkungen von Cola und Co. auf deine Zähne
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    Eine Umfrage hat gezeigt, dass 35,1 Prozent der befragten mehrmals pro Woche Softdrinks konsumieren. Das zeigt eindeutig, wie hoch der Beliebtheitswert von Cola und Co. ist.

    Doch welchen Effekt hat das auf die Zähne? Keinen guten, wie Zahnärzte immer wieder warnen.

    Cola zerstört den Zahnschmelz, Cola führt zu Karies und Cola kann auch die Entstehung von Verfärbungen begünstigen. Und dennoch ändert das am Konsumverhalten der meisten Softdrink-Fans nicht.

    Immerhin sind sich laut einer Studie über 90 Prozent aller Konsumenten darüber im Klaren, welche Auswirkungen Cola haben kann. Erstaunlich an der Sache ist, dass dies keinesfalls nur auf gezuckerte Cola-Getränke zutrifft. Denn der Zucker selbst spielt nur eine Rolle. Auch Light- und Zerogetränke haben einen schädigenden Effekt auf die Mundgesundheit, denn der pH-Wert spielt eine entscheidende Rolle für den Angriff auf den Zahnschmelz.

    Hättest du gewusst, dass nicht nur Cola, sondern auch vermeintlich „gesunde“ Getränke wie ein Glas Orangensaft deine Zähne angreifen kann? Selbst Deklarationen wie „ohne Zuckerzusatz“ schützen dich nicht davor, dass dein Zahnschmelz durch die falschen Lebensmittel ziemlich schnell leidet. Doch was bedeutet das nun für dich? Darfst du keine Säfte, Cola oder Limo mehr trinken? Wir verraten dir, welche Folgen es geben kann und wie du sie bestmöglich umgehen kannst!

    Achtung Falle – nicht nur Cola ist ein Risikofaktor

    Die meisten Menschen gehen davon aus, dass zuckerhaltige Cola-Getränke und Süßigkeiten die größte Gefahr für die Zahngesundheit sind. Doch hättest du gedacht, dass sowohl auf Füllmaterial deiner Zähne als auch auf den Zahnschmelz selbst Orangensaft einen noch stärkeren Einfluss hat? Nein? Dann bist du nicht allein. Und nicht nur im Bereich der Getränke, sondern auch in zahlreichen weiteren Lebensmitteln gibt es immer wieder Überraschungen.

    Es ist kein Geheimnis, dass vor allem Zucker ein Risikofaktor ist. Doch er versteckt sich oft so geschickt, dass er gar nicht bemerkt wird. So sind es vor allem Dressings für Salate, Fix-Produkte, Fruchtsäfte, Trockenfrüchte, Dosenfrüchte und eingelegte Speisen wie Essiggurken, die deine Zahngesundheit gefährden. Auf vielen Konserven mit Obst kannst du lesen, dass kein Zuckerzusatz enthalten ist. Automatisch gehst du davon aus, dass dieses Produkt deine Zähne nicht gefährdet. Was dir nicht verraten wird ist, dass der darin enthaltene Fruchtzucker bereits ausreicht, um deinen Zahnschmelz anzugreifen.

    Ein ähnliches Phänomen passiert bei Cola! Es ist längst bewiesen, dass Cola den Zahnschmelz angreift. Infolgedessen greifen immer mehr Menschen zu Lightprodukten, um die Zähne zu schützen. Doch nur, weil hier auf Zucker verzichtet wurde, ist der Säuregehalt nicht geringer. Und die Erosionen, die bei dauerhaftem Konsum im Bereich des Zahnschmelzes entstehen, werden zu einem nicht geringen Anteil auch von den Säuren (Phosphorsäure, Zitronensäure) verursacht. Light gibt dir also ein gutes Gefühl, hat aber ebenso negative Folgen auf deine Zahngesundheit wie das zuckerhaltige Getränk.

    Zucker gilt als Kariesquelle Nr. 1

    Eine Studie hat bewiesen, dass die Mundgesundheit der Menschen drastisch verbessert werden könnte, wenn es eine sogenannte Zuckersteuer gäbe. Denn eines ist bekannt: Zucker ist die Hauptursache für die Entstehung von Kariesbakterien. Selbst Menschen, die Wert auf eine gründliche Mundhygiene legen, leiden unter Karies, wenn ihr Zuckerkonsum hoch ist.

    Doch woran liegt das? Der Zucker ist für die Bakterien in deinem Mundraum ein Nahrungsmittel. Mit dem Konsum zuckerhaltiger Nahrungsmittel gibst du den Bakterien Nährstoffe und sie können Säuren produzieren. Diese Säuren wiederum sind für die Entstehung von Karies verantwortlich. Ohne ihren Helfer, den Zucker, sind die Mundbakterien harmlose Gesellen, die dir nichts anhaben können. Sie brauchen Zucker, um überhaupt einen Effekt zu haben. Somit ist es ein fataler Wandel, dass der Konsum von Zucker in den letzten Jahrzehnten immer weiter angestiegen ist.

    Das Gefährliche: Zucker ist nicht erkennbar. Es sind nicht nur klassische Süßigkeiten, Cola, Limo oder Energy-Drinks, die deine Zähne in Gefahr bringen. Es sind Speisen wie Ketchup, Fruchtmus, Quark oder auch Honig, die ebenso gefährlich sind, aber meist nicht als Risikofaktor gesehen werden. Und so wundern sich viele Menschen immer wieder, warum sie trotz gründlicher Mundhygiene Probleme mit dem Zahnschmelz und folglich mit Karies bekommen.

    Achtung Angriff: Diese Lebensmittel sind wahre Zahnschmelz-Killer

    Zucker ist gefährlich für die Zahngesundheit und das wirkt sich bereits auf die Zähne von Kindern aus. Doch auch innerhalb der Kategorie der zuckerhaltigen Lebensmittel gibt es tatsächlich Unterschiede. Das mag im ersten Moment merkwürdig erscheinen, ist bei genauerer Betrachtung aber logisch. Zu den riskantesten, zuckerhaltigen Lebensmitteln gehören Kaubonbons, Honig, Karamell, Butterkekse und gewisse Kuchenarten.

    Die Ursache hierfür ist, dass diese Lebensmittel besonders klebrig sind und damit an deinem Zahnschmelz haften. Zwar kannst du nach dem Essen auf Xylit-Kaugummis zurückgreifen, wenn du keine Zahnbürste griffbereit hast, die hartnäckigen Klebstoffe wirst du damit aber nicht lösen können. Daher ist – erstaunlicherweise – ein Teelöffel Honig sogar sehr viel gefährlicher für deine Mundgesundheit als ein Teelöffel Haushaltszucker.

    5 Tipps, wie du die Auswirkungen von Cola und Co. auf deine Zähne verringerst

    Auch wenn du weißt, dass Süßigkeiten ein Risikofaktor für deine Zähne sind, musst du natürlich nicht gänzlich darauf verzichten. Bekanntermaßen gibt es ein Motto, was auch in diesem Bereich gilt: Die Dosis macht das Gift! Die folgenden Tipps unterstützen dich bei deiner Mundhygiene und helfen dir, wenn du nicht gänzlich auf Zucker und Co. verzichten möchtest.

    Feste Zeiten für Cola und Co.

    Die größte Gefahr beim Verzehr von Zucker ist das „Dauernuckeln“. Wenn du von früh bis spät das Glas Cola oder Eistee neben dir stehen hast und permanent daraus trinkst, sind deine Zähne der schädigenden Wirkung dauerhaft ausgesetzt. Als Tagesgetränk solltest du daher unbedingt auf Wasser zurückgreifen. Wenn du auf keinen Fall auf dein Glas Cola verzichten möchtest, gönne es dir zu dein Hauptmahlzeiten. Zu diesem Zeitpunkt hast du ohnehin bereits Bakterien im Mund und es ist weniger schädlich, wenn du jetzt auch ein Glas Cola, einen Schokoriegel oder eine andere Süßigkeit verzehrst.

    Mundspülung nach dem Genuss von Süßigkeiten

    Wenn deine Kollegen ein Stück Kuchen mitbringen oder du dir eine Kugel Eis gönnen möchtest, geraten die Gedanken an die Zähne schnell in den Hintergrund. Und nicht immer ist eine Munddusche in greifbarer Nähe. Dennoch kannst du einen Großteil der zuckerhaltigen Ablagerungen wieder aus dem Mund befördern, indem du ihn kräftig mit Wasser ausspülst. Idealerweise hast du sogar ein kleines Fläschchen Mundspülung bei dir, was du unterwegs verwenden kannst. Leere 10 ml Fläschchen bekommst du in jeder Apotheke und hier kannst du dir etwas für unterwegs abfüllen.

    Zuckerhaltige Getränke mit dem Strohhalm trinken

    Ein guter Tipp, wie du Zucker daran hindern kannst, sich in der Mundhöhle auszubreiten, ist das Trinken mit dem Strohhalm. Wenn du aus dem Glas oder der Flasche trinkst, spült sich die Flüssigkeit erst einmal an allen Zähnen entlang, bis du sie schließlich schluckst. Mit dem Strohhalm kannst du dein Getränk nahezu direkt an den Rachen führen und direkt schlucken. Die Auswirkung auf deine Zähne ist weit geringer! Daher gilt: Bei gezuckerten oder säurehaltigen Getränken immer einen Strohhalm verwenden!

    Nach dem Naschen Zähne putzen

    Natürlich ist es nicht immer möglich, weil nicht immer eine Zahnbürste zur Hand ist. Du solltest aber, wann immer sich die Möglichkeit dazu gibt, nach dem Verzehr von Süßigkeiten oder gesüßten Getränken deine Zähne putzen. Fürs Büro eignet sich zum Beispiel eine Bambuszahnbürste, die du wunderbar in deinem Schreibtisch lagern und dann mit zum Waschbecken nehmen kannst. Doch Achtung: Wenn du säurehaltige Getränke wie Cola konsumiert hast, warte mit dem Zähneputzen 30 Minuten. Die Säure raut den Zahnschmelz auf und dieser wird sonst durch das Bürsten noch stärker angegriffen.

    Xylit-Kaugummis für Unterwegs

    Meist sind es die Verlockungen draußen, die uns zu Süßigkeiten greifen lassen. Ein Eisbecher bei warmem Wetter oder ein leckeres Stück Kuchen vom Bäcker. Doch draußen haben die wenigsten Menschen eine Zahnbürste dabei. Abhilfe schaffen können Xylit-Kaugummis, die du nach dem Essen für ca. 20 Minuten kaust. Sie neutralisieren den Zucker kurzfristig und können die Zeit bis zum Zähneputzen überbrücken. Xylit-Kaugummis haben bereits bei Schulkindern einen Effekt daher lohnt es sich, zum Snack in der Brotbox auch immer einen Kaugummi einzupacken.

    Fazit: Weniger Zucker = gesündere Zähne

    Auch wenn es Möglichkeiten gibt, wie du die Gefahr des Zuckers eindämmen kannst, ist Verzicht immer noch die beste Methode. Wenn du es also schaffst, deinen Zuckerkonsum zu reduzieren, erhöhst du gleichzeitig die Gesundheit deiner Zähne. Achte vor allem auf versteckten Zucker, der sich in Obstkonserven oder auch Fertiggerichten haufenweise verbirgt. Und bei Getränken für den Dauerkonsum solltest du grundsätzlich auf zucker- und säurefreie Produkte setzen, die deinen Zahnschmelz nicht angreifen. Denn ein schönes Lächeln muss kein Traum bleiben, die Zahngesundheit liegt in deinen Händen.